Frankfurt/Main. Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat ungeachtet des Protests von Fluggesellschaften eine kräftige Erhöhung der Start- und Landegebühren beantragt. Die gewünschten Änderungen führten ab 1. Januar 2010 zu einer Erhöhung der durchschnittlichen Flughafenentgelte um 8,4 Prozent, heißt es in dem Antrag des Unternehmens an das hessische Wirtschaftsministerium, der der Finanz-Nachrichtenagentur „dpa-AFX“ vorliegt. Das Ministerium muss die Entgelthöhe genehmigen. Die Forderung des Bundesverbandes der Fluggesellschaften (BDF), Fraport solle seine Kosten um drei Prozent senken und so eine Gebührenanhebung vermeiden, wies ein Fraport-Sprecher zurück. „Dass wir genauso wie die Airlines Kostensenkungen durchgeführt haben und durchführen, hat der BDF wohl übersehen.“ Fraport will die Airlines mit den höheren Gebühren am milliardenschweren Flughafenausbau beteiligen. Die Anhebung der Entgelte belaufe sich in der Summe auf 44 Millionen Euro pro Jahr, sagte der Sprecher. Dem stünden jährlich Investitionen von einer Milliarde Euro von Fraport gegenüber. Der Flughafenbetreiber will in Frankfurt bis Ende 2011 eine vierte Piste in Betrieb nehmen zudem ein weiteres Passagierterminal bauen. (dpa)
Fraport will mehr Geld von den Airlines
Flughafenbetreiber reicht Antrag auf Gebührenerhöhung ein