22.02.2012 | Transport + Logistik

Frachtflughafen Paris-Vatry nimmt Fahrt auf

Paris. Der vor einigen Jahren mit viel Hoffnung auf Entlastung der anderen Hauptstadtflughäfen gestartete Frachtflughafen Paris-Vatry in der Champagne konnte im letzten Jahr erstmals seit 2006 wieder ein Wachstum verzeichnen. Vor allem auf China richten sich jetzt die Hoffnungen des französischen Airports. Erwartet wird für dieses Jahr ein Frachtumschlag bis zu 25.000 Tonnen. Im Vorjahr stieg das Volumen um 6,15 Prozent auf 8372 Tonnen. Angepeilt hatte der Flughafen 10.000 Tonnen. Ab September jedoch zeichnete sich ab, dass dieses Ziel nicht zu erreichen sein würde, weil sich der Umschlag zum Jahresende deutlich verlangsamte.

Den Verlust der beiden einzigen früheren Dauerkunden konnte Paris-Vatry bislang nicht wirklich wettmachen. Mitte Oktober aber wurde ein Vertrag über die Einrichtung einer neuen Linie zwischen Vatry und dem chinesischen Flughafen Chengdu unterzeichnet, die ab dem 28. März starten soll. Hierfür musste ein neues Terminal mit einer Kapazität von 32 Tonnen gebaut werden, um die Boeing 747-400F der zu Hainan Airlines gehörenden Gesellschaft Yangtze River Express empfangen zu können. Der Flieger soll Paris-Vatry dreimal wöchentlich anfliegen und dabei jeweils rund 100 Tonnen Fracht entladen, hauptsächlich Informatik-Ausrüstung. In der Rangliste der heimischen Frachtumschlagsplätze dürfte Vatry damit auf den siebenten Rang vor Saint-Nazaire-Monitor vorrücken.

Verstärkt bewerben wollen die Flughafenbetreiber neben China auch Russland und planen ferner zwei neue regelmäßige Verbindungen mit Afrika und Südamerika. Neuen Auftrieb erhält Vatry ebenso im Bereich des Personenverkehrs mit Nizza und Marseille, die von den Lowcost-Anbietern Ryanair und Jetairfly angeflogen werden. (jb) 

 
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