St. Petersburg. Transporteure von Neuwagen-Lieferungen können an der finnisch-russischen Grenze jeden beliebigen Grenzübergang ansteuern. Die umstrittene Maßnahme der russischen Seite von Mai 2008, mit PKW beladene Lastzüge nur noch in Nuijamaa-Brusnitschnoje und Imatra-Swetogorsk abfertigen zu lassen, wurde durch einen Regierungserlass vorerst bis zum Jahresende aufgehoben. Damit sollten die manchmal Dutzende Kilometer langen Rückstaus vor dem überlasteten Grenzübergang Vaalimaa-Torfjanowka an der direkten Route zwischen Helsinki und St. Petersburg gemindert werden. Jetzt stehen wieder acht Grenzübergänge zur Verfügung – darunter auch Torfjanowka. Hintergrund ist der krisenbedingte starke Rückgang des russischen Automarktes wie auch des gesamten Warenimports nach Russland, was den Transitverkehr über Finnland deutlich gemindert hat. Für die PKW-Spediteure bedeutete die Regel einen Umweg von 200 bis 300 Kilometer, der zudem über im Winter sehr schwer zu befahrende Straßen führte. Ein Sprecher des russischen Spediteurs-Verbandes ASMAP forderte einen baldigen Ausbau des Grenzkontrollpunktes Torfjanowka, der seit 1996 nicht mehr saniert worden sei. (ld)
Finnisch-russische Grenze für Auto-Transporte offen
Russland öffnet wieder alle Grenzübergänge für Neuwagen-Liegferungen