Stuttgart. Die Belastung der Luft im Südwesten mit gesundheitsschädlichem Feinstaub bleibt hoch: Im ersten Vierteljahr sei der EU-Jahresgrenzwert bereits an vier Messstationen überschritten worden, teilte die Landesanstalt für Umwelt (LUBW) im Internet mit. Am Stuttgarter Neckartor sei der maßgebliche Grenzwert von maximal 50 Mikrogramm pro Kubikmeter am Tag bereits Ende März an 52 Tagen überschritten gewesen – erlaubt sind aber laut einer EU-Richtlinie nur 35 Tage pro Jahr. Auch in Ludwigsburg (38 Tage), Markgröningen (40) und Reutlingen (38) kann die EU-Vorgabe 2009 nicht mehr eingehalten werden. Das Stuttgarter Neckartor ist seit Jahren eine der bundesweit am stärksten belasteten Messstationen für Feinstaub. 2008 war der EU-Grenzwert an 89 Tagen überschritten, 2005 waren es aber auch schon 187 Tage. Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) will der Gefahr unter anderem mit den 15 Umweltzonen im Land begegnen. Autos mit veralteter Abgastechnik werden damit aus den Stadtzentren verbannt. Nach einer Studie der LUBW sei seit Einführung der Umweltzonen allein in Stuttgart der durch Autoabgas verursachte Feinstaub im vergangenen Jahr um etwa zwölf Tonnen (rund 15 Prozent) zurückgegangen. Feinstaub stammt unter anderem aus Dieselfahrzeugen, Haushalten und der Industrie. Die kleinen Partikel sind für die menschliche Gesundheit deshalb gefährlich, weil sie in Nase und Rachen nicht hängen bleiben, sondern ungehindert in die Lunge gelangen. Dort können sie Entzündungen, Asthma und sogar Krebs auslösen. (dpa)
Feinstaub-Grenze an vier Stationen überschritten
Luftbelastung im Südwesten Deutschlands bleibt hoch