22.07.2008 |

Fährverbindung Sassnitz – Baltijsk – Ust-Luga: Neuer Fährbeirat konstituiert

Sassnitz/Baltijsk. Im Rahmen der 1. Deutsch-Russischen Fachkonferenz zur Eisenbahnfährverbindung Sassnitz – Baltijsk (Kaliningrader Gebiet) – Ust-Luga (bei St. Petersburg) ist ein Fährbeirat gegründet worden. Ziel des Beirates sei es, die bestehende Verbindung Sassnitz – Baltijsk (Pillau), die am 18. Oktober 2007 eröffnet wurde, noch stärker an die Bedürfnisse von Spediteuren und verladender Wirtschaft anzupassen und eine Erweiterung nach Ust-Luga vorzubereiten, hieß es in einer Mitteilung. Bei der Gründung waren unter anderem der russische Vize-Transportminister Alexander Mischarin und Otto Ebnet, Verkehrsminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, anwesend.

„Aufgrund der ständig steigenden Warenströme zwischen Europa und Russland gewinnt der Eisenbahnfährverkehr zunehmend an Bedeutung. Um das hochkomplexe Vorhaben Sassnitz – Baltijsk – Ust-Luga umzusetzen, müssen Detailfragen auf politischer, wirtschaftlicher und operativer Ebene geklärt werden, noch bestehende Hürden ausgeräumt und entsprechende Voraussetzungen geschaffen werden.“, sagte Harm Sievers, Geschäftsführer der Fährhafen Sassnitz GmbH. „Der Fährbeirat ebenso wie die ab sofort regelmäßig stattfindenden Fachkonferenzen können diesen Weg ideal unterstützen..“

Den Vorsitz des Fährbeirates übernahm Boris Lapidus, Senior Vice President der RZD (Russische Eisenbahn), zum Vize-Vorsitzenden wurde Harm Sievers bestimmt. Auf der ersten Sitzung verpflichtete sich Lapidus, auf russischer Seite alles zu unternehmen, um die bestehenden Aufgaben zu lösen. Vor allem die paarige Auslastung der Fährverbindung und damit die Steigerung der westgehenden Verkehre stehen dabei auf seiner Agenda. Eine Besonderheit des Fährbeirates ist seine Zusammensetzung: Neben Entscheidungsträgern ist auch die operative Ebene unter anderem mit Mitgliedern der Zollbehörden vertreten.

Die 1. Deutsch-Russische Fachkonferenz fand vom 17. bis 19. Juli in Mukran und Baltijsk statt. Auf der Konferenz ging es unter anderem um die Weiterentwicklung und Optimierung der Seeverkehrswege zwischen Russland und Deutschland. (stb)

 
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