16.04.2007 |

Eurogate steigert Umschlag und Umsatz

Bremen. Der Hafenbetreiber Eurogate in Bremerhaven und Hamburg hat sein Geschäft erneut ausgebaut. Bei einem Umschlagsplus von vier Prozent sei der Umsatz im Konzern gegenüber 2005 um 7,1 Prozent auf 560 Millionen Euro gewachsen, teilte das Unternehmen am Montag in Bremen mit. Den Gewinn vor Steuern bezifferte Eurogate auf 84,6 Millionen Euro (2005: 81,4 Mio. Euro). Das Ergebnis nach Steuern sank um 7,2 Prozent auf 69,9 Millionen Euro. Europaweit schlug Eurogate 12,5 Millionen Container um. Während der Umschlag in Bremerhaven um 18,7 Prozent stieg, stagnierte das Geschäft in Hamburg.

Dennoch waren die Containerterminals an der Elbe und in Bremerhaven die tragenden Säulen für das Wachstum von Europas größtem Containerunternehmen. In Deutschland wuchs der Umsatz um 9,4 Prozent auf 6,9 Millionen Standardcontainer (TEU). Auf den Terminals in Italien sank er um 2,1 Prozent auf 5,3 Millionen TEU. Für Portugal meldete Eurogate ein Minus von 1,5 Prozent auf 213.000 TEU.

Die Stagnation in Hamburg führt Eurogate in erster Linie auf die Auswirkungen der Neuordnung verschiedener Liniendienste zurück. Außerdem habe sich der Ausbau des Terminals während des laufenden Betriebes bemerkbar gemacht.

Für das laufende Jahr rechnet Eurogate nach eigenen Angaben mit einem Wachstum „im deutlich zweistelligen Bereich“. Im ersten Quartal sei der Umschlag in Deutschland um 12,2 Prozent gestiegen (Bremerhaven: 14,3 Prozent, Hamburg: 9,0 Prozent). In Italien betrug das Plus 23,4 Prozent.

Für 2007 plant Eurogate ähnlich hohe Investitionen in seine deutschen Hafenanlagen wie in den vergangenen beiden Jahren (2006: 107 Millionen Euro, 2005: 109 Millionen Euro). Der Ausbau der Terminals werde dabei im Wesentlichen aus dem Cash Flow (2006: 104 Millionen Euro) finanziert. Denkbar sei aber auch eine Ausgabe von Genussscheinen.

Eurogate ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Bremer BLG Logistics Group und dem Hamburger Hafenunternehmen Eurokai. Das Eigenkapital stieg in 2006 um 7,4 Prozent auf 173,7 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote betrug 27,5 Prozent (2005: 28,4 Prozent). An den deutschen Standorten arbeiten 4256 Beschäftigte, 236 mehr als im Vorjahr. Bis 2011 sollen weitere 1400 Stellen geschaffen werden. Europaweit zählt das Unternehmen 6635 Arbeitnehmer. (dpa)

 
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