31.03.2003 |
EU-Verkehrsminister einig über Bahnliberalisierung
Brüssel. Der Rat der EU-Verkehrsminister erreichte am vergangenen Freitag in Brüssel eine "politische Einigung" zum zweiten EU-Gesetzespaket über die Liberalisierung des Schienengüterverkehrs. Gegen die Stimmen Frankreichs, Belgiens und Luxemburgs befürwortete der Rat eine Öffnung des EU-Schienennetzes für den internationalen Frachtverkehr zum 1.1.2006. Eine Freigabe der Kabotage und damit die volle Liberalisierung soll bis 1.1.2008 erfolgen.
Das Europäische Parlament (EP) dagegen will alle Bahnmärkte im EU-Güterverkehr schon bis 2006 öffnen. Schon am 15. März war mit dem Inkrafttreten des ersten Reformpakets ein "Transeuropäisches Schienengüternetz" von 50.000 km Länge in Betrieb gegangen. Bringt die zweite EP-Lesung keine Einigung mit dem EU-Ministerrat, müssen beide EU-Instanzen im Vermittlungsverfahren nach einem Kompromiss suchen. Die EU-Kommission will noch dieses Jahr einen Gesetzentwurf für einen EU-Lokführerschein vorschlagen. Die Gemeinschaft der Europäischen Bahnen (GEB) begrüßte die Einigung des EU-Ministerrates als "klares Signal" dafür, dass der EU-Bahnmarkt "politische und wirtschaftliche Realität" wird. Zustimmung auch vom Chef der Deutschen Bahn, Hartmut Mehdorn: "Je mehr die Märkte für den Wettbewerb geöffnet werden, desto besser können wir unsere internationale Konkurrenzfähigkeit unter Beweis stellen." (vr/dw)
Weitere Informationen
|







Kommentar verfassen
Regelmäßig werden online verfasste Kommentare in der VerkehrsRundschau veröffentlicht. Um sich für eine Veröffentlichung zu qualifizieren, geben Sie bitte Ihren vollen Namen und unter dem Kommentar Ihren Wohnort an. Herzlichen Dank!