07.12.2009 |

Donauausbau: Bund Naturschutz sieht Bewegung in Debatte

München/Niederalteich. In der Debatte um den umstrittenen Ausbau der Donau sieht der Bund Naturschutz in Bayern die Fronten in Bewegung. "Ich habe die Hoffnung, dass sich auch in der CSU noch etwas bewegen kann", sagte Landesvorstand Dieter Scherf am Sonntag nach dem 18. Internationalen Donaukongress im niederbayerischen Niederalteich. Sowohl in der Politik als auch in der Bevölkerung steige die Offenheit für die Forderungen der Ausbau-Gegner. Zu dem Treffen kamen rund 200 Teilnehmer, darunter Referenten aus Donau-Anrainerstaaten wie Ungarn. Die Teilnehmer unterstrichen ihre Forderung, den geplanten Ausbau zwischen Straubing und Vilshofen zu unterlassen.

Der Ausbau ist auch zwischen den beiden Koalitionspartnern CSU und FDP umstritten. Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) votiert dafür, die FDP dagegen. Zuletzt war auch CSU-Umweltminister Markus Söder auf Distanz zu den Staustufen-Befürwortern gegangen. Das Projekt ist schon seit mehr als vier Jahrzehnten ein politischer Dauerbrenner. Schon 1966 hatten Bund und Bayern den Ausbau des Flusses zwischen Straubing und Vilshofen für große Binnenfrachter festgelegt. Grund ist, dass häufige Schwankungen der Wasserhöhe in diesem Bereich die Schifffahrt behindern.

Allerdings gibt es seit den 1980er Jahren heftigen Widerstand von Naturschützern gegen die Pläne, das 69 Kilometer lange Flussstück mit Stauwehren auszubauen. Umweltschützer sehen in dem Abschnitt ein einmaliges Naturparadies. Obwohl bereits zweistellige Euro- Millionenbeträge für Studien zum Donauausbau ausgegeben wurden, läuft nun eine weitere Untersuchung für 33 Millionen Euro. Eine Entscheidung ist deshalb frühestens nach Vorlage des Schlussberichtes im Jahr 2012 zu erwarten. (dpa)

 
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