27.03.2008 |

Diskussion um ÖBB-Privatisierung

Wien. ÖBB-Chef Martin Huber wünscht sich einen Börsegang der Österreichischen Bundesbahnen, um von der Politik unabhängiger zu werden. Er strebt zumindest eine Teilprivatisierung an. Derzeit sei die Staatsbahn durch einen umfassenden Kündigungsschutz und ein hohes Lohnniveau gegenüber den Privatbahnen benachteiligt. Horst Pöchhacker, Aufsichtsrats-Vorsitzender der ÖBB, ist der Meinung, dass eine Teilprivatisierung in den nächsten zwei Jahren spruchreif werde.

Unterstützung erhalten die beiden ÖBB-Lenker von Vizekanzler Wilhelm Molterer (ÖVP). Er macht sich seit einiger Zeit für die Privatisierung des Güterverkehrs und einen privaten Partner im Personenverkehr stark. „Je früher desto besser“, lautet sein Motto.

Verkehrsminister Werner Faymann (SPÖ) will sich dieser Diskussion zumindest in der laufenden Legislaturperiode keinesfalls stellen. Auch ein strategischer Partner kommt für ihn nicht in Frage. Ob die derzeitige Koalitionsregierung wie vorgesehen bis 2010 im Amt bleibt, ist angesichts ständiger Meinungsverschiedenheiten allerdings fraglich. (rv)

 
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