23.06.2010 | Transport + Logistik

DHL France: „Der Aufschwung ist da“

Paris. Von einem klaren Ausstieg aus der Krise und bis zu zweistelligen Zuwachsraten hat in Paris die neue Chefin der zu Deutsche Post gehörenden Tochter DHL International Express France, Florence Noblot, berichtet. Im ersten Quartal 2010 sei das Transportvolumen insgesamt um neun Prozent gestiegen, allem voran im Verkehr mit Asien (+ 30 Prozent), Afrika, dem Mittleren Orient und in geringerem Maße mit Nord- und Südamerika.

Den geringsten Zuwachs im Weltvergleich verzeichnete der Warenexport aus Frankreich in die europäischen Nachbarländer, auch wenn er für sich genommen mit zweistelligen Zahlen aufwartete: Nach Deutschland beförderte DHL Express France 23 Prozent mehr als im ersten Quartal 2009, nach Großbritannien meldet die Post-Tochter 16 Prozent Wachstum und in die Niederlande einen Zuwachs von 8 Prozent. Bei den Importen nach Frankreich registrierte DHL France ein Plus von 19 Prozent für Waren aus China, Hong Kong, Malaisia und Indien, spürbar zugelegt haben auch die aus Deutschland, Italien, England und den USA.

Im Krisenjahr 2009 musste DHL Express France beim Umsatz einen Rückgang zwischen zehn und elf Prozent hinnehmen und erreichte knapp 400 Millionen Euro. So gesehen muss man die von Florence Noblot vorgetragenen Aufschwungzahlen für die ersten drei Monate etwas relativieren, auch wenn sie auf der Linie der jüngsten WHO-Statistiken liegen, die für den internationalen Warenexport einen Anstieg von 27 und für die Importentwicklung ein Plus von 24 Prozent signalisieren. Für das Gesamtjahr rechnet die WHO insgesamt mit einem Mengenzuwachs um zehn Prozent und in derselben Höhe bewegen sich die Umsatz- und Volumenerwartungen der DHL-Frankreichtochter. Ihr Anteil am heimischen Markt für internationale Express-Sendungen per Flugzeug liegt bei über 30 Prozent.

Für den globalen wirtschaftlichen Wiederaufschwung sieht sich das Unternehmen mit Blick auf das engmaschige internationale DHL-Stützpunktnetz gut gerüstet. Dies gelte insbesondre für Asien, aber auch die Länder in Mittel- und Osteuropa, sagte Florence Noblot. (jb) 

 
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