03.08.2010 | Transport + Logistik

Deutsche Post hebt nach starkem Quartal Jahresprognose an

Bonn. Die Deutsche Post hat im zweiten Quartal dank des verbesserten Logistikgeschäfts einen deutlichen Umsatz- und Gewinnanstieg verbucht und den Jahresausblick erhöht. Der Umsatz erhöhte sich zum Vorjahresquartal von 11,07 auf 12,79 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Sonderposten stieg von 257 auf 503 Millionen Euro. Unter Berücksichtigung der Kosten für den Konzernumbau legte der operative Gewinn von 109 Millionen Euro auf 253 Millionen Euro zu. Unterm Strich nahm der Gewinn von 66 auf 81 Millionen Euro zu. 

Der Umsatz des Brief-Bereichs blieb im zweiten Quartal mit 3,2 Milliarden Euro gegenüber dem Niveau des Vorjahres nahezu unverändert. Der Trend zum Ersatz des physischen Briefs durch elektronische Medien sowie der Verlust des Quelle-Geschäfts in Deutschland führten jedoch laut Mitteilung zu Umsatzeinbußen. Dem habe der Effekt eines zusätzlichen Arbeitstags sowie die positive Entwicklung im Geschäftsfeld Paket Deutschland gegenüber gestanden.

Im Unternehmensbereich Express haben sich die Volumina vor dem Hintergrund der konjunkturellen Belebung auch im zweiten Quartal weiter erholt. So verzeichneten die grenzüberschreitenden Sendungen einen zweistelligen Umsatzanstieg und konnten den hauptsächlich aus dem Verkauf des inländischen Express-Geschäfts in Großbritannien resultierenden Rückgang bei den taggenauen nationalen Produkten überkompensieren. Insgesamt stieg der Umsatz um 19,2 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro, 2009 waren es 2,4 Milliarden Euro. Vor Einmaleffekten hat sich das EBIT von 65 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf 198 Millionen Euro im zweiten Quartal 2010 mehr als verdreifacht.

In der Sparte Global Forwarding Freight konnte in Kombination mit gestiegenen Frachtraten der Umsatz im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres auf 3,6 Milliarden Euro gesteigert werden. Dies entspricht einem Wachstum von 35,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 2,7 Milliarden Euro. Das EBIT vor Einmaleffekten konnte um 29,1 Prozent von 79 Millionen Euro im zweiten Quartal 2009 auf 102 Millionen Euro von April bis Juni des laufenden Jahres gesteigert werden.

Trotz des Verlusts des Quelle-Geschäfts ist auch der Umsatz des Unternehmensbereichs Supply Chain im zweiten Quartal 2010 deutlich gestiegen. War im ersten Quartal noch ein leichter Umsatzrückgang verzeichnet worden, lagen die Umsätze im zweiten Quartal mit 3,4 Milliarden Euro um 10,7 Prozent über dem Wert des Vorjahresquartals. Neue Geschäftsabschlüsse und ein gestiegenes Volumen bei Bestandsverträgen führten vor allem in der Region Asien-Pazifik zu starkem Wachstum, heißt es von Unternehmensseite. Insgesamt seien im zweiten Quartal 2010 mit Neu- und Bestandskunden zusätzliche Verträge im Wert von rund 260 Millionen Euro abgeschlossen worden. (dpa/ab)

 
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