10.09.2008 | Transport + Logistik

Deutsche Bahn signalisiert Interesse an einer Kooperation mit SBB Cargo

DB SBB Cargo

Berlin. Die Gütersparte der Deutschen Bahn (DB) ist an einer Kooperation mit der SBB Cargo interessiert. Wie Norbert Bensel, Vorstand DB Mobility Logistics AG, der VerkehrsRundschau sagte, hat die DB ein Angebot für eine Zusammenarbeit mit den Schweizern abgegeben. Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) hatten letzte Woche bekanntgegeben, dass sie Kooperationspartner für ihre Tochter SBB Cargo suchen. Dazu hat die SBB-Konzernführung interessierte Unternehmen aufgefordert, Vorschläge zu einer verstärkten Zusammenarbeit mit der SBB Cargo bis zum 22. September einzureichen. Auch eine Beteiligung an das Unternehmen sei möglich. Laut Bensel hat die DB eine Interessensbekundung bei den Schweizern eingereicht.

Trotz Vorbehalte seitens der SBB gegenüber der DB hält Bensel eine solche Kooperation für sinnvoll. Der DB-Vorstand zeigte sich überzeugt, dass es gelingen würde, Kosten auf beiden Seiten einzusparen und bessere Leistungen im Sinne des Kunden anzubieten.

Gleichzeitig bestätigte er, dass die Verhandlungen mit der rumänischen Spedition Romtrans weit gediehen sind. „Die Wahrscheinlichkeit, dass wir Romtrans übernehmen, ist sehr hoch“, sagte Bensel. Romtrans gilt als führendes Transportunternehmen in Rumänien mit 1300 Mitarbeitern verteilt auf neun Hauptniederlassungen und 120 Außenstellen in Rumänien. 2007 erwirtschaftete die Spedition einen Umsatz von 78 Millionen Euro.

Auf dem gestrigen Journalisten-Workshop der Deutschen Bahn (DB) betonte Bensel, dass die Gütersparte vor allem in Osteuropa weiter wachsen wolle und auch an Aufkäufe interessiert sei. Zudem habe man sich zum Ziel gesetzt, in der Kontraktlogistik zu expandieren. Derzeit belegt die DB mit Ihrer Tochter DB Schenker weltweit Rang sechs. Das Unternehmen will jedoch unter die ersten Drei vorrücken.

Auf die Frage der VerkehrsRundschau, ob nach dem Vorbild des Personenverkehrs auch im Schienengüterverkehr die Preise um einen festen Prozentsatz angehoben werden, antwortete Bensel: „Nein, der Güterverkehr ist ein anderes Geschäft.“ Man habe mit den Kunden Preisgleitklauseln vereinbart und suche zudem in Gesprächen nach Lösungen, wie man mit den darin nicht berücksichtigen Kosten umgehen könne. (cd)

 
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(Foto: DB/SBB)

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