19.02.2009 | Transport + Logistik

Daimler will Spediteuren LKW-Maut-Erhöhung zahlen

Stuttgart/Frankfurt/M. Als zweiter deutscher Nutzfahrzeughersteller hat Daimler angekündigt, Transportunternehmern Mehrkosten durch die zum 1.Januar erhöhte LKW-Maut zu vergüten. Ab 1. März – also mit einer zweimonatigen Verzögerung – sollen für alle bestehenden Frachtverträge die Mehrkosten sowohl in der Beschaffungslogistik als auch in der Fahrzeugdistribution des Konzerns pauschal kompensiert werden. Dies gelte so lange, bis es zu Vertragsänderungen nach Verhandlungen oder Neuausschreibungen kommt. Die Mautvergütung soll, abhängig vom Zeitpunkt des Vertragsabschlusses, nach einem „zweistufigen Modell“ erfolgen: entweder auf Basis bestehender Euro 3-/Euro 4-Vereinbarungen oder auf Grundlage bestehender Euro 5-Vereinbarungen.

Bereits im Januar hatte MAN – unabhängig von der Schadstoffklasse der eingesetzten Fahrzeuge – eine Mauterstattung bis Mitte des Jahres auf Euro 4-Basis, ab Juli auf Grundlage der Euro 5-Mautsätze zugesagt. Erfahrungsgemäß erkären sich die Nutzfahrzeughersteller immer schnell zur Übernahme der Maut bereit, da sie Spediteure, die gleichzeitig ihre Kunden im LKW-Bereich sind, nicht zu vergraulen.

Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. begrüßt diese Ankündigung als weiteres positives Signal aus der Automobilwirtschaft, die ihrerseits auf Hilfsprogramme des Bundes hoffen darf. Es bleibt zu wünschen, dass weitere Hersteller und andere Auftraggeber dieses Signal aufgreifen. Wermutstropfen bleibt, dass diese positiven Zeichen leider bislang noch Eintagsfliegen in Industriezweigen sind, die es bisher kategorisch abgelehnt haben, sich an den politisch motivierten Mauterhöhungen zum Jahreswechsel zu beteiligen. (ak)

 
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