12.02.2010 |

Daimler baut Beteiligung an Kamaz weiter aus

Stuttgart. Die Daimler AG will ihre Beteiligung am russischen Lkw-Hersteller Kamaz ausbauen. Der Stuttgarter Autobauer, der derzeit zehn Prozent der Anteile hält, hat mit der russischen Investmentbank Troika Dialog die Übernahme von fünf Prozent der von ihr gehaltenen Anteile vereinbart, teilte der Konzern am Donnerstag in Stuttgart mit. Die Papiere seien im Beisein von Regierungschef Wladimir Putin unterschrieben worden. Geplant sei, dass Daimler die Anteile gemeinsam mit der European Bank for Reconstruction and Development (EBRD/Moskau) übernimmt. Die Bank werde dadurch in den Aufsichtsrat von Kamaz eintreten, wo Daimler bereits seit 2009 vertreten ist. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Der Anteil von Daimler an Kamaz erhöht sich mit dem Kauf auf 11 Prozent. Die Anteile des neuen fünften Aktionärs für Kamaz, der EBRD, würden sich mit dem Kauf auf vier Prozent belaufen. Die Bank sei als starker kompetenter Partner mit ins Boot genommen worden, erläuterte eine Daimler-Sprecherin. Das erklärte Ziel des Institutes sei die Anbindung der russischen Industrie an den Westen.

Weiter Anteilseigner von Kamaz sind der Staatskonzern Rostechnologii mit 37,8 Prozent und Troika Dialog mit 44 Prozent. Daimler war im Dezember 2008 mit 10 Prozent bei Kamaz eingestiegen und hatte dafür rund 190 Millionen Euro bezahlt.

Daimler-Vorstand Andreas Renschler sagte, die geplante Erhöhung der Anteile an Kamaz stärke die strategischen Partnerschaft beider Unternehmen in schwierigem wirtschaftlichem Umfeld. „Sie ist ein strategisch wichtiger Schritt und ein klares Signal für die Erschließung des russischen Marktes mit seinen hohen Wachstumschancen.“

Ende vergangenen Jahres hatten Daimler und Kamaz zwei Joint Ventures besiegelt: Fuso Kamaz Trucks Rus soll Lastwagen der japanischen Daimler-Tochter Fuso in Russland produzieren und vertreiben. Bei Mercedes-Benz Trucks Vostok laufen ab dem zweiten Quartal 2010 zunächst die mittleren und schweren Mercedes-Baureihen Actros und Axor vom Band. An beiden Gemeinschaftsunternehmen sind die Partner je zur Hälfte beteiligt. (dpa)

 
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(Foto: Kamaz)

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