München. Nur 16 Prozent der Verlader sind bereit, sich an den Kosten für die Verringerung von CO2-Emissionen im Straßengüterverkehr zu beteiligen. 80 Prozent lehnen dies kategorisch ab. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Exklusiv-Umfrage der VerkehrsRundschau im Rahmen der Erhebungen zum VerkehrsRundschau-Index. Dennoch ist das Thema CO2-Minderung von hoher Relevanz. Denn immerhin vertreten 63 Prozent der Verlader die Auffassung, dass noch nicht genug geschieht zur Bekämpfung der CO2-Emissionen. Bei den Logistikdienstleistern fällt das Ergebnis ähnlich aus. Jeder zweite ist der Meinung, der CO2-Ausstoß im Straßengüterverkehr sollte stärker bekämpft werden. Doch haben sie wenig Hoffnung, dass sie bei der Bekämpfung des Klimakillers von den Verladern unterstützt werden: 91 Prozent sind der Auffassung, dass die Verlader kein Geld zahlen werden für die Verringerung des CO2-Ausstoßes. In der Pflicht, die CO2-Emissionen zu verringern, stehen als allererstes jedoch die Fahrzeugindustrie. 91 Prozent der befragten Verlader und Logistikdienstleister nennen die LKW-Produzenten als Primär-Verantwortliche. Mit deutlichem Abstand folgt der Staat (39 Prozent). Wenige Möglichkeiten, an der CO2-Bilanz im Straßengüterverkehr etwas zu bewirken, haben demnach die Logistikdienstleister (18 Prozent) und die Verlader (11 Prozent). (cd) Mehr zu dieser Umfrage lesen Sie in der aktuellen VerkehrsRundschau 38/2008 vom 19. September 2008. Die neuesten Zahlen zur Entwicklung der Transportpreise im Straßengüterverkehr im dritten Quartal 2008 veröffentlicht die VerkehrsRundschau exklusiv in der Ausgabe 39, die kommende Woche erscheint. HIER können Sie die Zeitschrift bestellen.
CO2-Minderung: Mehrheit der Verlader will nicht zahlen
Verringerung der Emissionen im Straßengüterverkehr wird dennoch als notwendig angesehen