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EU: Streit um Fahrer-Arbeitszeit

Brüssel. Die EU-Verkehrspolitiker im Europäischen Parlament (EP) nehmen keinen direkten Einfluss auf die Entscheidung zu neuen Arbeitszeitregeln für Berufskraftfahrer. Der EP-Verkehrsausschuss hat eine Stellungnahme für den federführenden Beschäftigungsausschuss knapp abgelehnt. Der muss seine Entscheidung zur Einbeziehung der Selbstständigen nun allein treffen.

Die Verkehrsparlamentarier stritten darüber, ob die Regeln künftig für Selbstständige gelten und auf Kleinlaster ausgeweitet werden sollen. Auch war unklar, ob das Be- und Entladen von LKW bei der Anrechnung von Arbeitszeit zu berücksichtigen ist.

Die verkehrspolitischen Sprecher der EP-Grünen, Eva Lichtenberger (Österreich) und Michael Cramer (Deutschland), sehen das Votum als eine „verdiente Niederlage“ der liberal-konservativen Koalition, die mit Sozialdumping-Vorschlägen eine „völlig realitätsferne Haltung zugunsten der großen Spediteure“ eingenommen habe. Die EU-Verkehrsminister plädierten für die Gummiformel, die den Ländern die letzte Entscheidung über den Stand der Freiberufler überlässt. (dw)

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

08. März 2010 22:24
Nahverkehrskutscher meint:
Es geht nicht um Statistik, sondern darum, den Menschen hinter dem Lenkrad (LKW) und dem anderen teilnehmenden Verkehr zu schützen.


07. März 2010 14:44
H.H. Strodthoff meint:
Wo ist die Statistik die belegt,dass Selbstständige mehr Unfälle verursachen als Angestellte? Als Unternehmer fahre ich meinen eigenen LKW mit wesentlich mehr Umsicht und gehe keine Risiken ein.
Ich schone meine Resoursen,denn die Tankfüllung und Schäden muss ich schließlich bezahlen.Man muss nicht alle Menschen an die Hand nehmen.
Das Geldverdienen wird staatlich begrenzt,aber Ausgaben und Abgaben unbegrenzt nach oben geschraubt.Ich fahre seit 30 Jahren LKW und habe noch keinen Unfall verursacht.


03. März 2010 19:58
volvotrucker meint:
Geld regiert die Welt.
Die großen Spediteure nur auf Profit getrimmt , machen der Politik Beine um Ihre Interessen durchzusetzen. Arbeitszeiten, Lenkzeiten und
Menschen die für Sie Knechten sind denen egal.Der Fahrer ist in Ihrer Ablaufkette unterstes Niveau und notwendiges Übel.Das was ein Fahrer heute bekommt, kann man nicht als Lohn eher als Schmerzensgeld bezeichnen. In BaWü ist 14,74 Euro Brutto pro Std Tariflohn, tatsächlich werden unter & Euro bezahlt. Deutschland kann sich Basnanen Republik nennen, denn Wir sind der größte Importeur von Bananen in Europa.


03. März 2010 11:16
Politiker meint:
Alle Fahrer müssen gleich behandelt bzw. gleich gestellt sein. Schon jetzt werden die Fahrer gezwungen selbstständig zu werden, damit sie rund-um-die-Uhr fahren können. Menschenleben der Mitbürger spielen bei diesen Überlegungen kein Rolle. Ein Umdenken wird wohl erst erfolgen, wenn die ersten Kinder von Selbstständigen tödlich überfahren werden. Dies ist von den Verantwortlichen aber bisher so gewollt.


03. März 2010 10:56
dirk kloßek meint:
Die Müdigkeit eines LKW Fahrer richtet sich nunmal nicht nach dem digitalen Fahrtenschreiber. Auch nicht danach, ob ich selbstständiger oder angestellter Fahrer bin. Ja selbst vor Berufen macht eine zuweilen nicht geplante Müdigkeit keinen Halt. Mit PKW fahrende Aussendienstler und Handwerker, operierende Ärzte, Zugführer und Piloten zuweilen sogar Jornalisten, alle betrifft dieses Phänomen. Es ist eben immer schwierig, den Spagat als Fahrer zu schaffen, sich auf Kommando während der 45 Minuten Pause zu schlafen / zu erholen und während der Lenkzeit nicht müde zu werden. Der einzige, der an dieser Stelle dem Fahrer den Druck nehmen kann auch während der Lenkzeit eine ausserplanmäßige Pause einzulegen, ist ein verantwortungsbewußter Spediteur, dem seine Fahrer, seine Fahrzeuge, seine Fracht und andere Verkehrsteilnehmer wichtiger sind, als ein einzuhaltender Termin......... wenn alles so einfach wäre!


02. März 2010 23:42
Nahverkehrskutscher meint:
Hat nicht die Sicherheit auf den Strassen höhere Priorität? Ob Selbständiger oder Angestellter, Mensch ist Mensch. Die Gefahr zu übermüden ist auf beiden Seiten.

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