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Kay Nehm: Deutsche Autofahrer dürfen auf keinen Fall noch mehr belastet werden

Politik & Verbände

Nehm: PKW-Maut muss kommen

Goslar. An der PKW-Maut führt nach Überzeugung des Präsidenten des Deutschen Verkehrsgerichtstages, Kay Nehm, langfristig kein Weg vorbei. "Wenn sie kommt, muss auf der anderen Seite aber die KFZ-Steuer gesenkt werden", sagte der ehemalige Generalbundesanwalt am Mittwoch in Goslar in einem Gespräch mit der "Deutschen Presse-Agentur". Wenn die KFZ-Steuer um 30 bis 40 Euro verringert werde, könnte dafür eine Vignette gekauft werden. "Es geht um die Frage, ob diejenigen, die in Deutschland nicht zahlen, aber im Ausland uns zahlen lassen, nicht auch zur Kasse gebeten werden sollen."

Die Belastung der deutschen Autofahrer dürfe aber auf keinen Fall gesteigert werden, betonte der 68-Jährige. "Die Politik wird vorsichtig sein und gucken müssen, ob sie den Menschen im Lande zu viel zumutet." Daher werde sich zur Zeit jeder Politiker hüten, eine PKW-Maut zu fordern. Als Steuer müssten die Einnahmen der Maut zwar dem allgemeinen Staatssäckel zugutekommen. "Es könne aber nicht der einzige Zweck sein, den Staatshaushalt zu mästen", sagte der Verkehrspräsident.

Die Maut könne auch ein Steuerungssystem für die überfüllten deutschen Straßen sein, sagte Nehm. Die Verkehrswege ließen sich schließlich nicht unbegrenzt ausbauen und die Deutsche Bahn sei "derzeit nicht in der Lage, die Verkehrsströme aufzunehmen". Und der Verkehr werde weiter zunehmen. Werde das Bruttosozialprodukt um ein Prozent gesteigert, rechne das Speditionsgewerbe mit zwei Prozent mehr LKW-Verkehr. Die Kehrseite der Medaille sei, dass die Einführung der LKW-Maut zu einer Verlagerung des Lieferverkehrs auf die Landstraßen und durch die Innenstädte geführt habe. "Das ist keine besonders günstige und gute Entwicklung". (dpa)

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

09. Februar 2010 06:53
medolino meint:
Maut ist schon o.k.
Nur wer daran glaubt das dadurch irgendetwas wegfällt (KFZ-Steuer oder Benzinsteuer etc.etc.) der täuscht sich.
In der BRD gehen die Belastungen nur rauf und nicht runter. Vorteil ist das die sogenannten Besserverdiener es von der Steuer absezen können.


29. Januar 2010 15:43
Mielmann, Can meint:
Ich persönlich kann nicht verstehen warum die Regierung sich so sehr dagegen wehrt eine PKW-Maut einzuführen. Schließlich sind das zusätliche Einnahmen in Milliardenhöhe die dem Staat jedes Jahr durch die Lappen gehen. Wenn sich die Finanzsituation in diesem Land auch nur um 1% verbessern soll dann ist die PKW-Maut aus meiner Sicht unumgänglich.
Es werden jeden Tag die komischsten Ideen auf den Tisch gelegt um den Bürgern diesen Landes die Kohle aus der Tasche zu ziehen, z.B. "Umweltzonen in den Städten", dabei ist doch die Maut für PKW´s einer der logischsten überhaupt. Herr Ramsauer, nicht um die Ecke denken sondern logisch, wie man es von uns Bürgern auch verlangt.


28. Januar 2010 16:33
Karl-Heinz Ripperger meint:
Eigentlich ist es wohl doch nur eine weiter Steuer.

Wenn denn etwas gesenkt wird, ist das wohl nur der Blutdruck vom Finanzminister.

Wer hier glaubt, dass da jemand von der Steuer entlastet wird, der glaubt auch noch an den Weihnachtsmann.
Die Erde ist ne Scheibe, Basta.


28. Januar 2010 14:41
Pfeffi meint:
Um Transitreisende an den Kosten zu beteiligen, müsste die Pkw-Maut tatsächlich kommen. Im Gegenzug müsste logischerweise die Mineralölsteuer und die Kfz-Steuer gesenkt werden. In unseren Nachbarländern ist das längst Realität und da regt sich "kein Schwein" mehr drüber auf.


28. Januar 2010 12:43
Politiker meint:
Maut muss kommen? Jeder der eine weitere Belastung der Bürger will, muss sofort lebenslang ins Gefängnis. Dies muss endlich kommen!!!!!

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