Paris. Die in Marseille ansässige Container-Reederei CMA CGM befindet sich nach eigenen Angaben seit dem letzten Quartal 2009 wieder in Gewinnfahrwasser. Der zwischen Oktober und Jahresende erzielte operative Gewinn (Ebitda) sei positiv ausgefallen, teilte das Unternehmen in seiner Jahresbilanz mit. Ermöglicht hätten dies die seit Juli 2009 wieder angestiegene Mengenentwicklung, die damit einher gegangene Anstieg der Frachtraten sowie ebenso die eigenen Bemühungen um Einsparungen. Deren Ergebnis belaufe sich auf fast 800 Millionen Dollar, wobei man das weitere Entwicklungspotenzial der Reederei habe beibehalten können. Der Ebitda für das Gesamtjahr verzeichnete ein Minus von 667 Millionen US-Dollar, das Nettoergebnis aus den maritimen Aktivitäten bezifferte sich auf minus 889 Millionen und das konsolidierte Gesamtnettoresultat belief sich auf einen Verlust in Höhe von 1,4 Milliarden Dollar. Der Umsatz 2009 ist wegen der krisenbedingten Abnahme beim Frachtvolumen um 9 Prozent und der damit einher gegangenen niedrigeren Frachtraten im Vorjahresvergleich um 30 Prozent zurückgegangen und wurde bis Ende Dezember mit 10,5 Milliarden Dollar ausgewiesen. Transportiert hat CMA CGM insgesamt 7.9 Millionen BRT. Auf das Ende der Krise und die Wiederbelebung der Frachtmärkte sieht sich CMA CGM dank seiner internationalen Präsenz, der Dichte des Agenturnetzes insbesondere in Asien und dort vor allem in China, sowie auch der gestiegenen Zahl der angelaufenen Häfen bestens vorbereitet. Die ersten beiden Monate des neuen Jahre zeigten in den von der Krise am stärksten betroffen gewesenen Weltregionen einen anhaltenden Aufwärtstrend. Der Warenaustausch zwischen Asien und Europa wies sogar ein als spektakulär bezeichnetes Plus von 30 Prozent auf. Bis Ende März verzeichnete die weltweit drittgrößte Container-Reederei beim Frachtvolumen im Vorjahresvergleich einen Zuwachs um 22 Prozent auf 2,1 Millionen BRT. Verglichen mit dem ersten Quartal 2008 erreichte CMA CGM damit ein Plus von vier Prozent. Den Operativen Gewinn (Ebitda) schätzt das Unternehmen auf 380 Millionen Dollar, das wären 640 Millionen mehr als ein Jahr zuvor. Deutlich gestiegen ist auch der Quartalsumsatz, und zwar um 30 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar. Rodolphe Saadé, der delegierte Generaldirektor der Reederei, bezeichnete die Zahlen aus dem ersten Quartal des neuen Jahres als „bei weitem besser als erwartet". Die Gruppe sei seit Ende 2009 dabei, ihre Bilanz neu zu strukturieren und ihr Kapital für neue Investoren zu öffnen. „Wir haben mehrere Angebote von industrieller und finanzieller Seite erhalten und wollen die Verhandlungen darüber bis zum Ende des Sommers abschließen", sagte Saadé. (jb)
CMA CGM zurück in der Gewinnzone
Die französische Großreederei will bereits 2010 wieder an ihre Ergebnisse vor der Krise anknüpfen