21.04.2010 |

BWVL-Kooperationspreis für Papierfabrik Palm und DB Schenker Rail

Berlin. Die Papierfabrik Palm und DB Schenker Rail haben für ihr Logistikkonzept zur Kraftwerksversorgung des Palm-Werkes im pfälzischen Wörth den Kooperationspreis des Bundesverbandes Wirtschaft, Verkehr und Logistik 2010 erhalten.

Grundlage des Konzepts war im Jahr 2007 die Entscheidung der Papierfabrik Palm, ein Kraftwerk in Wörth zu bauen, um Sortierreststoffe, die bei der Aufbereitung von Altpapier anfallen, thermisch zu verwerten. DB Schenker Rail erhielt den Auftrag, ein geeignetes Transport- und Logistiksystem aufzubauen. Kern des Konzepts sind 211 speziell entwickelte und mit RFID-Tags ausgestattete Container der Firma Innofreight. Sie sind wasserdicht, stapelbar und umfassen rund 24 Kubikmeter Reststoffe mit einem Gesamtgewicht bis zu 21 Tonnen.

Zwei Ganzzüge à 16 Wagen pendeln wöchentlich, eine Wagengruppe mit drei Wagen werktäglich zwischen Wörth und den Papierfabriken in Aalen und Eltmann. Die Züge mit vier Behältern pro Containertragwagen fahren auf einem extra verlängerten Gleis bis direkt vor den Reststoffbunker. Ein von Innofreight entwickelter Entladestapler hebt die Container vom Waggon, fährt sie zum Bunker, dreht sie um 180 Grad und kippt sie aus. Der Entladestapler identifiziert die Container mittels der RFID-Tags. Die Daten werden per WLAN an die Betriebsleitstelle übertragen. Der Transponder fungiert dabei als eine Art Lieferschein. Er enthält Wagennummer, Verladeort, Reststoffart, Gewicht, Datum und Uhrzeit. Anhand der Daten weist die Leitstelle dem Staplerfahrer die richtige Entladestelle zu. DB Schenker sei anfangs preislich weit weg von dem gewesen, was man sich vorgestellt habe, so Harmut Kassuhn , Direktor Logistics Palm-Gruppe. „Doch nach vielen Gesprächen sind wir auf entsprechende Optimierungsmöglichkeiten gekommen“, berichtet er über die Zusammenarbeit, die schließlich in einem Acht-Jahres-Vertrag mündete.

Der Preis werde für Partnerkonzepte vergeben, die unter anderem dazu beitragen, dass Effizienz und Qualität gesteigert, Ressourcen geschont, der administrative Aufwand, Fehlerquoten, Durchlaufzeiten und Logistikkosten gesenkt würden, so der BWVL-GeschäftsführerChristian Labrot über die Kriterien für den Kooperationspreis, den der BWVL und die DVZ jährlich vergeben.

 
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21.04.2010Artikelinformationen

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