Berlin/Straubing. Gegner und Befürworter des geplanten Donauausbaus in Niederbayern sollen die nächsten drei Jahre eine neue Studie zu dem Großprojekt als Experten begleiten. Das Bundesverkehrsministerium berief am Freitag die sogenannte Donau-Monitoring-Gruppe. In dem neunköpfigen Gremium sitzen insgesamt jeweils vier Vertreter aus dem Bereich Umweltschutz sowie von den Wirtschaftsverbänden, hinzu kommt ein Moderator. Aufgabe der Gruppe ist, die bevorstehenden Untersuchungen zum Donauausbau kritisch zu begleiten und Empfehlungen oder Anregungen einzubringen, wie das Ministerium in Berlin mitteilte. Für die Umweltseite sind unter anderem Bund-Naturschutz-Chef Hubert Weiger und der Vorsitzende des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern, Ludwig Sothmann, im Gremium. Die Interessen der Schifffahrt sollen beispielsweise der Hauptgeschäftsführer der niederbayerischen Industrie- und Handelskammer, Walter Keilbart, sowie der Präsident des Bundesverbandes der deutschen Binnenschifffahrt, Gunther Jaegers, wahrnehmen. Der Donauausbau ist seit mehr als vier Jahrzehnten ein Streitthema. Umweltschützer lehnen eine Kanalisierung des knapp 70 Kilometer langen Flussabschnitts zwischen Straubing und Vilshofen mit Staustufen vehement ab. Obwohl bereits zweistellige Euro- Millionenbeträge für Studien zum Flussausbau ausgegeben wurden, läuft derzeit eine weitere Untersuchung für 33 Millionen Euro. Frühestens 2012 soll es eine Entscheidung zum Ausbau geben. (dpa)
Bund benennt Expertengremium zum Donauausbau
Donau-Monitoring-Gruppe soll Untersuchungen zum Donausausbau beraten