Bremen. Dem deutschen Speditions- und Logistikgewerbe entstehen jährlich Millionenschäden durch den Diebstahl von Paletten. Der Verein Bremer Spediteure hat nun diesem Diebstahl den Kampf angesagt. So hätten sich im Verein Bremer Spediteure zehn Firmen zusammengefunden und den Kampf gegen den Palettendiebstahl aufgenommen, hieß es in einer Mitteilung. Mit Hilfe einer erfahrenen Detektei würden Palettenhändler und Fahrer seit dem Herbst dieses Jahres überwacht. Bei Auffälligkeiten würden die Verdächtigen zu Gesprächen mit geschultem Personal gebeten. Bestätigen sich die Verdächtigungen, müssten die Fahrer und Lagerarbeiter mit einer sofortigen Entlassung rechnen. Vergleichbare Maßnahmen gibt es auch in Hamburg, Berlin und Stuttgart. Auch Spediteure in Niedersachsen, Hessen und in Nordrhein-Westfallen wollen ebenfalls dem Beispiel folgen. Peter Prinz, geschäftsführender Gesellschafter der Firma Terratrans Internationale Spedition und Vorsitzender der LKW-Kommission im Verein Bremer Spediteure zeigt sich zuversichtlich: "Die Erfolge der verdeckten Ermittlungen geben uns recht. Illegale Praktiken konnten aufgedeckt werden. Das Unrechtsbewusstsein unter den gewerblichen Mitarbeitern steigt und die diebstahlsbedingten Verluste gehen zurück.“ Prinz betont jedoch zugleich, dass nur eine kleine Minderheit für den Palettendiebstahl verantwortlich sei. „Von dieser Minderheit aber wollen wir uns trennen“, fuhr er fort. Deswegen würden die Ermittlungen bis auf weiteres fortgesetzt und Auffälligkeiten mit aller Konsequenz verfolgt. (stb)
Bremer Spediteure machen sich stark gegen Palettendiebstahl
Zehn Firmen machen gemeinsame Sache: Mit Hilfe einer Detektei werden Palettenhändler und Fahrer seit dem Herbst dieses Jahres überwacht