19.12.2006 |

Bremens Häfen: Auch 2007 wird in hohem Tempo gebaut

Bremen. Das Land Bremen wird weiter in den Ausbau seiner Häfen investieren. Das kündigte Jörg Kastendiek, Senator für Häfen und Wirtschaft, anlässlich der Präsentation der vorläufigen Umschlagzahlen 2006 an. Denn der aktuelle Markterfolg sei entscheidend auch das Ergebnis der „vorausschauenden Investitionspolitik" der zurückliegenden Jahre. Kastendiek räumte aber ein: „Bei den Planungen für neue Anlagen sind wir - aus heutiger Sicht - sogar einen Tick zu defensiv gewesen." Denn die Prognosen, die den verschiedenen Investitionsentscheidungen zugrunde lagen, wurden inzwischen von der Wirklichkeit eingeholt.

Zu den wichtigen Zukunftsaufgaben zählte Kastendiek die weitere Verbesserung der für den Seehafen-Hinterlandverkehr benötigten Infrastruktur. Er freue sich, dass das Land Bremen hier in Niedersachsen einen wichtigen Partner gefunden habe, mit dem entsprechende auf Bundesebene einzufordernde Optimierungen der Infrastruktur gemeinsam in Berlin vorgetragen werden können.

Bremenports-Geschäftsführer Jürgen Holtermann lieferte Details zu den bereits auf den Weg gebrachten, vor der Vollendung stehenden oder noch geplanten Großvorhaben nach. Herausragend ist hier das Projekt CT IV in Bremerhaven, das noch einmal vier Liegeplätze für Großcontainerschiffe und damit rund 1,7 Kilometer neue Kaimauer bringen wird. Bereits im Frühjahr 2008 - und damit ein gutes Jahr früher als geplant - könnten die neuen, dringend benötigten Terminalkapazitäten und Liegeplätze zur Verfügung stehen. Gleichzeitig wird die so genannte Stromkaje dann eine Gesamtlänge von knapp fünf Kilometer aufweisen - einmalig in der Welt.

Auf einem guten Weg sieht Holtermann auch die Fahrrinnenanpassung der Außenweser. Hier werde im Laufe des nächsten Jahres der Planfeststellungsbeschluss der WSD (Wasser- und Schifffahrtsdirektion) in Aurich erwartet, so dass dann unverzüglich mit der Baggerung begonnen werden könne. Kosten: rund 30 Millionen Euro. Ein Betrag, der übrigens in diesem Jahr mit dem Anlegen der so genannten Wendestelle in der Weser - vor dem bereits vorhandenen Containerterminal - verbaut worden sei. Das Startzeichen für die neue Kaiserschleuse in Bremerhaven erwartet Holtermann ebenfalls im nächsten Frühjahr. Für das Projekt sind rund 230 Millionen Euro vorgesehen. Neben Bremerhaven würden die Stadt-Bremischen Häfen nicht vergessen. So liege inzwischen ein Masterplan für das Gebiet „Links der Weser" vor, das für Logistik-Unternehmen von Interesse sein werde. Holtermann: „Es gibt einen klaren Trend von Logistik-Immobilien-Investoren, sich im Küstenbereich mit ihren Objekten anzusiedeln." (eha)

 
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