07.12.2009 |

BLG Logistics Group kommt 2009 nicht ohne Blessuren davon

Bremen. Die BLG Logistics Group kommt als Folge der Weltwirtschaftskrise 2009 „nicht ohne Blessuren davon“. Das räumte Detthold Aden, Vorstandsvorsitzender der Hafenumschlag – und Logistik-Gruppe am Montag in Bremen ein. Nach einem Vorsteuerergebnis von „knapp 84 Millionen Euro“ im Jahr 2008 laufe für das aktuelle Jahr alles auf ein Vorsteuergebnis „zwischen zehn bis 15 Millionen Euro“ hinaus. Aden wörtlich: „Daraus wird erkenntlich, wie heftig uns die Krise vor allem in den Häfen erwischt hat“.

Aden geht davon aus, dass sich 2010 der Erholungsprozess der Weltwirtschaft verstetigen werden, wovon auch die Logistik- und Seehafenverkehrswirtschaft profitieren werde. Der Vorstandschef: „Wir streben für 2010 einen Ergebnishorizont zwischen 30 und 40 Millionen Euro an.“ Ganz entscheidend ist für Aden, dass der im laufenden Jahr bereits eingeleitete Kostensenkungskurs im Konzern weiter geführt werde. Zudem müssten die Anstrengungen, um Neugeschäft zu gewinnen, noch mehr gesteigert werden. Für den weltweit tätigen Hafen- und Logistikkonzern bedeutet das auch, dass der Verkaufsbereich weiter gestärkt wird. Es sei daher ein Ziel, „möglichst viele administrative Tätigkeiten in produktive Arbeitsplätze umzuwandeln“. Schließlich werde „das Geld am Markt verdient und nicht in der Verwaltung“.

Für die BLG wie auch für die gesamte deutsche Seehafenverkehrswirtschaft sei es wichtig, dass mit den Gewerkschaften in den kommenden Wochen erfolgreich über einen „zeitlich befristeten Krisentarifvertrag“ verhandelt werde. Der sollte nach Möglichkeit im April 2010 in Kraft treten. Zu den Konzernzielen gehört es auch, die Stammbeschäftigung zu erhalten. Das aber bedeute nicht, dass „jeder an seinem bisherigen Arbeitsplatz bleiben muss und alles so weiterläuft wei bisher“. Aktuell sind im Konzern weltweit rund 14 000 Mitarbeiter beschäftigt. Allein auf den Standort Bremen/Bremerhaven entfallen davon gut 7500.

Im Rückblick auf das laufende Geschäftsjahr hat der Hafen- und Logistik-Konzern nicht überall Federn lassen müssen. Als recht krisenresistent erweise sich zum Beispiel die Handelslogistik. Aden: „In Indien und Malaysia sind wir gar nicht von der Krise betroffen.“ Trotz aller noch bestehenden Probleme sieht die BLG Logistics Group die Märkte in Russland und der Ukraine weiterhin als „Wachstumsmärkte2 an. „Das bleibt daher für uns ein Investitionsschwerpunkt.“ (eha)

 
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(Foto: BLG)

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