13.07.2009 |

BGL öffnet sich dem Eurocombi und dem 46-Tonner

München. Der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) bekennt sich jetzt auch offiziell zum Eurocombi. Das geht aus einem Positionspapier des Verbandes hervor, das der VerkehrsRundschau vorliegt. Darin bevorzugt der Verband die Kombination Motorwagen mit angehängter Dolly-Achse und aufgesatteltem Sattelanhänger. Damit hätte das Fahrzeug mit einem verlängerten Sattelanhänger (14,92 Meter) eine Gesamtlänge von 26,50 Meter.

Als Voraussetzung für solche „modularen EU-Konzepte“ , so die Ansicht des Verbandes, müssen die Fahrzeuge kompatibel mit den Basismodulmaßnahmen sein. Außerdem solle genügend Vorlaufzeit eingeplant werden, um die erforderlichen infrastrukturellen und fahrsicherheitstechnischen Voraussetzungen zu schaffen. „Die Zulassung der Kombination einzelner Trägerfahrzeuge mit modularen Ladeeinheiten kann in das Ermessen eines jeden Mitgliedsstaates gestellt werden“, heißt es in dem Papier.

Zudem empfiehlt der BGL, EU-weit für die Zuggesamtgewichte eine weitere Gewichtsklasse einzuführen, diese allerdings auf maximal 46 Tonnen zu begrenzen, um so weiterhin mit einer Antriebsachse fahren zu können. Zur Straßenschonung und zur Vermeidung einer punktuellen Überlastung der Antriebsachse sollen diese Fahrzeugkombinationen mit sechs Achsen ausgestattet werden. Die Gewichtsgrenze von 46 Tonnen soll auch für den Eurocombi gelten.

Weiter plädiert der BGL dafür, die derzeitige Länge der Sattelanhänger von 13,62 auf 14,92 Meter zu erhöhen. Damit könnten dann zwei normierte BDF C 745 Wechselbehälter sowie bis zu 48 Fuß große Container (14,63 Meter) transportiert werden. Die 14,92 Meter entsprechen der Länge des in einem großflächigen Testlauf bereits eingesetzten Sattelanhängern vom Typ Big Maxx des Aufliegerherstellers Kögel.

Der BGL will jedoch mit seinem Aussagen nicht die Durchsetzung der vorgeschlagenen Maße und Gewichte beschleunigen. „Das Papier ist unser Beitrag zu der derzeitigen Debatte in Brüssel. Wenn die Politik etwas ändern möchte, hat sie jetzt eine Orientierung, wie das Straßentransportgewerbe zu dem Thema steht“, sagte BGL-Hauptgeschäftsführer Karlheinz Schmidt der VerkehrsRundschau. (cd)

 
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13.07.2009Artikelinformationen

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(Foto: Kögel)

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