Frankfurt/Main. Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) befürchtet, dass die Pläne des Europaparlaments, wonach auf bestimmten transeuropäischen Schienentrassen Vorrang für den Güterverkehr vor dem Personenverkehr gewährt werden soll, negative Auswirkungen auf den Schienenverkehr haben werden. Das teilte der Verband heute in einer Erklärung mit.
Der BGL wies darauf hin, dass es dadurch zu einer gravierenden Benachteiligung und zu Zugausfällen im Personenverkehr kommen werde. Zwar müssen sich Züge nicht am Stauende einreihen, stattdessen bekommen sie jedoch keinen Slot und dürfen überhaupt nicht fahren. Außerdem seien die EU-Kommission und andere Verkehrspolitiker bisher fälschlicherweise davon ausgegangen, dass das Stauphänomen nur die Straße treffe.
Daher fordert der BGL, Realität und Praktikabilität des EU-Binnenmarktes verkehrspolitisch zu hinterfragen, da die EU auf Kohäsion und Zusammenwachsen der Märkte angewiesen sei. Dafür bedürfe es jedoch des notwendigen Infrastrukturausbaus. (ab)