Hannover/Wolfsburg. Um Arbeitsplätze zu sichern, muss der Wolfsburger Autobauer VW nach Ansicht von Betriebsratschef Bernd Osterloh neue Geschäftsfelder erschließen. „Als Betriebsrat fordern wir, dass VW sich Gedanken über ergänzende Geschäftsfelder macht“, sagte Osterloh der Tageszeitung „Bild“ in Hannover. „Ein Beispiel dafür sind unsere Blockheizkraftwerke, die wir seit wenigen Monaten in unserem Motorenwerk in Salzgitter bauen. Die sind auf der einen Seite ein lohnendes Geschäft, auf der anderen sichern sie Arbeit.“ Von neuen Geschäftsfeldern könne auch das Nutzfahrzeugwerk in Hannover profitieren und so der Standort weiterentwickelt werden. Nach Ansicht von Osterloh muss der Vorstand außerdem die hohe Zahl der Fremdvergaben von Aufträgen auf den Prüfstand stellen. „Wir haben in einigen Bereichen ein Drittel eigene und zwei Drittel Fremdkräfte.“ Vor allem in der Forschung und Entwicklung sei die Fremdvergabe „aus dem Ruder gelaufen“, kritisierte Osterloh. „Im IT-Bereich steuert ein Interner häufig sechs Externe. Da muss was passieren.“ VW müsse künftig wieder mehr selbst machen. Mit Blick auf die Forderung des Vorstands, dass es eine neue Jobgarantie über das Jahr 2011 hinaus nur bei einer deutlichen Produktivitätssteigerung geben kann, sagte Osterloh: „Wichtige Schritte werden wir in zwei, drei Jahren haben. Ich schätze, dass wir dann allein aufgrund von konstruktiven Weiterentwicklungen in der Lage sein werden, die Produktivität pro Jahr um fünf bis sieben Prozent zu steigern. Dazu kommen dann alle anderen Maßnahmen, so dass wir leicht auf mehr als zehn Prozent kommen.“ (dpa)
Betriebsrat: VW braucht neue Geschäftsfelder
VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh fordert ein Ende des Outsourcens bei Deutschlands größtem Autobauer