Martin Obermaier
Bericht von Martin Obermaier
13 Jahre Schule vergingen fast wie im Flug. Nachdem ich mein Abitur in der Tasche hatte stand ich vor der Entscheidung: Theorie oder Praxis? Ich entschied mich für ein Bachelorstudium der Betriebswirtschaftslehre an der Uni. Aber nach den ersten Semestern musste ich feststellen, dass dieses angebotene Format nicht meinen Vorstellungen eines wissenschaftlichen Studiums entspricht. Nach einiger Überlegung beschloss ich den Bachelor zu Gunsten einer Ausbildung abzubrechen. Da der Wacker-Konzern in meiner Heimatgegend einen guten Ruf als Arbeitgeber hat, war das Unternehmen mein Favorit bei meiner Auswahl an Ausbildungsfirmen.
Als ich die Nummer des Berufsbildungswerkes, welches die Ausbildung für die Wacker Chemie AG, Siltronic AG und OMV organisiert, wählte, wurde mir empfohlen mich für einen bei Siltronic am Standort Burghausen neuen Ausbildungsberuf zu bewerben: Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistungen. Obwohl ich mir unter dieser Bezeichnung noch nicht viel vorstellen konnte, sagte ich zu. Schon nach kurzer Recherche war ich von dem Berufsbild allerdings begeistert. Es klang abwechslungsreich, spannend, anspruchsvoll – was will ein Azubi mehr?
Seit September 2008 bin ich der erste Azubi zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistungen bei Siltronic – sogar im gesamten Konzern. Die Ausbildung ist sowohl für mich als auch für meine Ausbilder „Neuland“; trotzdem fehlt mir nichts. Firmeninterne Ausbildungsmaßnahmen wie der Durchlauf der gesamten Supply Chain oder ein Besuch am Standort Freiberg werden mit externen Inhalten z.B. Ausbildungsstationen bei unseren Spediteuren und dem Zollamt Altötting, verknüpft und bilden das Gesamtpaket. Somit lerne ich genauso die praktischen Inhalte der Luft-, See-, Bahn- und LKW-Fracht wie andere Azubis bei Speditionen. Darüber hinaus bekomme ich einen Einblick in die Sicht des Verladers bei transport- und logistiktechnischen Fragen.
Für die theoretische Ausbildung besuche ich ein- bzw. zweimal die Woche die Berufsschule in München. Dort wurde ich auch auf den Wettbewerb „Best Azubi“ aufmerksam gemacht. Interessantes Format, herausfordernde Fragen – da musste ich mitmachen! Genauso wie im letzten Jahr will ich möglichst viel aus dem Wettbewerb mitnehmen und viele Punkte sammeln; eine Steigerung gegenüber 2009 wär eine feine Sache.
Mein Ziel ist es die Ausbildung bei meinem Unternehmen zunächst zu einem guten Abschluss zu bringen. Die von der Firma angebotenen Fortbildungsmöglichkeiten stellen einen großen Anreiz dar auch nach meinem Ausbildungsabschluss in dem Bereich weiterzumachen; der Verkehrsfachwirt soll der nächste Schritt sein.














