13.01.2009
Bericht von Garik Chatschatrjan
In den ersten 6 Monaten nach der Schule vegetierte ich quasi vor mich hin, bis ich anfing, mich über Lehrgänge bei der IHK zu informieren. Nachdem ich dann eine Prüfung zum Güterkraftverkehrsunternehmer abgelegt hatte, beschloss ich ein halbes Jahr später auch eine Prüfung zum Gefahrgutbeauftragten zu machen. Als sich mein Vater dann die ersten 40-Tonner zulegte, fing ich an, diese über TimoCom zu disponieren, die Kenntnisse dafür habe ich mir per Selbststudium angeeignet. Erste Erfahrungen konnte ich dabei auch in Sachen Rechnungslegung, Plattenbewegungen und EDV-gestützte Datensysteme sammeln.
Leider musste ich feststellen, dass viele Speditionen trotzdem einen Abiturienten/Realschüler eher bevorzugten als mich, „einen Hauptschüler“. Nachdem ich eine Absage nach der anderen erhielt, habe ich die Hoffnung aufgeben und mich für andere Berufe beworben. Unerwartet bekam ich dann doch noch eine Einladung zum Bewerbungsgespräch. Diese Chance habe ich dann natürlich ergriffen und am Ende hatte ich einen Ausbildungsvertrag zum Spedi. in der Hand , der sogar um sechs Monate aufgrund meiner Leistungen verkürzt wurde.
Begonnen habe ich meine Ausbildung damals bei der Spedition Gebr. Mönkemöller in Dietzenbach (einem Unternehmen der K+N Gruppe), bin jedoch nach ca. neun Monaten zur Schenker Deutschland AG gewechselt, da Mönkemöller den Standort wechseln musste. Meine Ausbildung war in beiden Unternehmen sehr facettenreich - ich bekam die Möglichkeit, viele unterschiedliche Abteilungen kennenzulernen, vom Fernverkehr über den Nahverkehr, Service, Beschaffungslogistik bis hin zu einem zweimonatigen Aufenthalt am Flughafen. Während meiner Ausbildung habe ich nebenbei noch meinen Staplerschein gemacht, den ich jedoch (leider) nie benutzen konnte.
Jetzt, 2,5 Jahre später, bin ich mit der Ausbildung fast fertig und wenn ich die Zeit Revue passieren lasse, kommt es mir vor, als ob ich gestern erst angefangen hätte. Die Zeit ist unglaublich schnell verflogen. Ich bin froh, zwei tolle Speditionen kennengelernt zu haben und habe sehr viel aus der Ausbildungszeit mitgenommen.
Aber da man im Leben nie wirklich auslernt, habe ich jetzt mit einer Weiterbildung zum Verkehrsfachwirt (IHK) begonnen, was für mich heißt, wieder zwi Jahre lernen. Beruflich bin ich noch unentschieden, ob ich weiter in einer Spedition arbeite oder im Familienbetrieb anfangen soll.




