Fahrzeugkauf
"Basel II" – die neuen Eigenkapitalrichtlinien im Blick
Die neue Eigenkapitalvereinbarung der Banken, kurz: Basel II, sieht vor, dass jeder Kreditgeber vor der Entscheidung für oder gegen einen Kredit eine individuelle Einschätzung der Bonität des Antragsstellers vornehmen muss.
Als Basis dienen dafür bankinterne oder von Ratingagenturen erstellte externe Ratings. Mit Hilfe der Ratings wird dann eine Einschätzung der Kreditwürdigkeit vorgenommen. Dadurch wird der Weg eines Unternehmens, einen Kredit zur Fahrzeugfinanzierung zu bekommen, länger und komplizierter.
Die wichtigste Änderung von Basel II betrifft den Bestand des Eigenkapitals. Waren bisher acht Prozent Eigenkapital die Grundlage für Kredite, werden nun je nach Rating-Ergebnis zwischen 1,6 und 12 Prozent angesetzt. Für Unternehmen mit schlechtem Rating-Ergebnis bedeutet dies, dass die Bank eine entsprechend größere Summe Eigenkaptial unterlegen muss. Insgesamt werden nach "Basel II" ein mögliches finanzielles Risiko, ein geschäftliches Risiko und das Managementrisiko in die Kreditentscheidung mit einbezogen.
Große Änderungen sind durch das Inkrafttreten von Basel II allerdings nicht zwingend zu erwarten. Was durch die neue Eigenkapitalvereinbarung dann Pflicht wird, ist in vielen Banken schon länger tägliche Praxis. So wird jeder Firmen-Kreditnehmer einem Rating unterzogen, nach dem die Kreditkonditionen an das Risiko angepasst werden, dass die Bank individuell beim jeweiligen Kreditgeschäft eingeht. Eine umfassende Vorbereitung auf das Kreditgespräch ist deswegen unerlässlich. Tipps dazu finden Sie auf der nächsten Seite.
Jedes Rating, dessen Ergebnis die Wahrscheinlichkeit ausdrückt, mit der das kreditinteressierte Unternehmen seinen Zahlungsverpflichtungen vollständig und pünktlich nachkommen wird, setzt sich aus unterschiedlichen Beurteilungsfeldern zusammen, die sich je nach Hausbank auch unterscheiden. So können unter anderem Markt- und Branchenentwicklungen, Konjunkturabhängigkeit, Auslastungszustand, Absatzmarkt, Konkurrenzsituation sowie die Informationspolitik genauer unter die Lupe genommen werden.






