15.12.2009 | Transport + Logistik

Bahn sucht Partnerschaft mit französischer SNCF

Berlin/Paris. Die Deutsche Bahn sucht trotz ungleichen Wettbewerbs die Partnerschaft mit der französischen Staatsbahn SNCF. Sie denkt dabei an den Verkehr auf der Strecke Rhein-Rhône und den grenzüberschreitenden Nahverkehr, aber auch die Schnellstrecken nach London. Außerdem wolle man „daran arbeiten, Verkehre so abzuwickeln, als wären gar keine Grenzen da“, sagte Bahn-Chef Rüdiger Grube in einem Gespräch mit der Tageszeitung „Die Welt“ (Dienstag). „Zum Beispiel muss das Ticketing verbessert werden.“

SNCF-Chef Guillaume Pépy plädierte für einen „gemeinsamen Einkauf von Zügen, um die Kosten zu senken“. SNCF und Bahn könnten junge Führungskräfte und Experten austauschen, sagte Pépy. „Außerdem brauchen wir tatsächlich in Europa einen einheitlichen Bahnmarkt, auf dem es vergleichbare Regeln gibt. Unterschiede beim Zugang zu den verschiedenen Schienennetzen und den Trassengebühren dürfen nicht zu Hindernissen werden.“ Die beiden größten Bahnunternehmen Europas seien da in der Verantwortung. Das Hochgeschwindigkeitsnetz in Europa soll bis 2020 um 50 Prozent wachsen.

Pépy nannte die Beziehung zur Deutschen Bahn „eine Mischung aus Wettbewerb und Zusammenarbeit“. Grube forderte die Öffnung des französischen Marktes für Personenverkehr ein. „Während der deutsche Markt seit 1994 offen ist und die SNCF sowie ihre Töchter uns dort Konkurrenz machen, ist Frankreich für uns tabu“, sagte er. „Das muss sich ändern.“ Die SNCF hat sich für 2015 deutsche Trassen sichern lassen.

Pépy nannte das „eine reine Vorsichtsmaßnahme für den Fall, dass“ ein Ausbau der Zusammenarbeit nicht möglich sei. Die SNCF wolle zudem in Deutschland Nummer zwei im Güterverkehr werden, wie dies die Deutsche Bahn AG in Frankreich schon sei. (dpa)

 
Anzeige
 

Weitere Informationen

Kommentar verfassen

Regelmäßig werden online verfasste Kommentare in der VerkehrsRundschau veröffentlicht. Um sich für eine Veröffentlichung zu qualifizieren, geben Sie bitte Ihren vollen Namen und unter dem Kommentar Ihren Wohnort an. Herzlichen Dank!

 

15.12.2009Artikelinformationen

Social Networking
Schlagworte
Bildnachweis

VerkehrsRundschau mobil

Gefahr/gut-Umfragegewinnspiel

Nehmen Sie jetzt an unserer kurzen Umfrage zur IMO Erklärung teil.

Sichern Sie sich einen von drei BestChoice-Einkaufsgutscheinen im Wert von 50,-€, einlösbar bei 200 Partnern in über 25.000 Filialen.

[Jetzt teilnehmen]

Beliebteste Meldungen

Beliebteste Galerien

Nachwuchsinitiative

Hallo Zukunft!

VerkehrsRundschau, Trucker und Gefahr/gut vermitteln zwischen Schülern, Lehrern und Unternehmen für eine Zukunft in der Logistik [Mehr Infos über Ausbildung in der Logistik]

Neueste Kommentare unserer Leser

  • 19.05.2012 | Transport + Logistik
    Nordeuropäische Transporteure fordern Aussetzung der Kabotage
    Jürgen Auth meint: Es müsste folgende Bestimmung bei Kabotage eingeführt werden: Den Fahrern aus den Billiglohnländern...[mehr…]
  • 18.05.2012 | Transport + Logistik
    Gefährlicher Spatenstich für Bayerns Innenminister
    Deka 1803 meint: Was sagt uns dies: Von Dingen, von denen man keine Ahnung hat, sollte man tunlichst die Finger...[mehr…]
  • 18.05.2012 | Recht + Geld
    Bundesregierung plant Arbeitszeitgesetz für selbstständige Fahrer
    Thomas Flesch meint: Darf ich jetzt länger fahren?! Laut EU-Recht maximal 90 Stunden Lenkzeit in 2 Wochen und nach diesem...[mehr…]
  • 17.05.2012 | Transport + Logistik
    Nordeuropäische Transporteure fordern Aussetzung der Kabotage
    hans-ulrich Höfler meint: Als Betroffener kann ich dem nur beipflichten. Wer die Augen im Transportverkehr weit genug öfnnet,...[mehr…]
  • 16.05.2012 | Transport + Logistik
    Hellmann verzeichnet 2010 Umsatzsprung
    mikky meint: Bei so einem Umsatz wäre es doch mal schön, bei den Subunternehmern was merken zu lassen und nicht...[mehr…]

Twitter: vr_online

Der Twitter-Kanal der VerkehrsRundschau

vr_online auf Twitter abonnieren und unsere Redakteure halten Sie auf dem Laufenden - blitzschnell und kostenlos!
[Follow us!]

Fahrverbotskalender

Europäische Fahrverbote im Überblick

Unser Fahrverbotskalender gibt einen Überblick über die LKW-Fahrverbote in mehr als 25 europäischen Ländern. Der Kalender erscheint quartalsweise als Zugabe zur Printausgabe, er kann aber auch gesondert bezogen werden. Bestellen können Sie den Kalender außerhalb des Abos zum Preis von 9,80 Euro zzgl. Versand und Mehrwertsteuer unter 089/20 30 43 11 00 (Fax -2100) oder per Mail: vertriebsservice@springer.com.