10.07.2008 | Transport + Logistik

Bahn legt erstmals CO2-Bilanz für gesamten Konzern vor

Berlin. Die Deutsche Bahn will mit moderner Technik und höherer Auslastung den Ausstoß von Kohlendioxid weiter verringern. Im Vergleich zu 2006 sollen so bis zum Jahr 2020 im gesamten Konzern 20 Prozent weniger CO2 entstehen, sagte Vorstandschef Hartmut Mehdorn am Donnerstag in Berlin. Ein wichtiges Mittel sei dabei die enge Verzahnung aller Verkehrsträger. Die Deutsche Bahn transportiert Güter nicht nur auf der Schiene, sondern auch auf der Straße, dem Wasser und in der Luft.

Erstmals legte die Bahn eine Bilanz für die CO2-Emissionen des gesamten Konzerns vor. Danach haben die Fahrzeuge und Anlagen der Bahn und ihrer Auftragnehmer im vergangenen Jahr weltweit 23 Millionen Tonnen CO2 in die Luft geblasen. Mehdorn sagte: „Mobilität ist einer der größten Klimasünder.“ Etwa ein Fünftel der CO2-Emissionen in Deutschland sei durch Verkehr verursacht. Dabei schneide die Bahn allerdings gut ab. Bei einer Fahrt mit einem Fernzug werde pro Person und Kilometer nur etwa ein Drittel des Kohlendioxids produziert, das ein Auto ausstoße. Im Vergleich zum Flugzeug sei es gar nur ein Viertel.

Das Energiesparprogramm der Bahn bestehe aus diversen Elementen, mit denen zusammen das gewünschte Ziel erreicht werden soll. Als Beispiele nannte Mehdorn computergestützte Leittechniken für die Züge und neue Motoren für Lokomotiven.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) warf dem Unternehmen Versäumnisse im Regionalverkehr vor. In einem Beitrag für die neue Klimaschutzbroschüre der Bahn hatte DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch es als unerlässlich bezeichnet, dass die Bahn „mehr noch als bisher in die regionalen Verbindungen investiert“. Diese Formulierung wollte die Bahn streichen, „weil sie sachlich nicht korrekt war“, wie ein Konzernsprecher bestätigte. Denn die Bahn sei nicht für die Investitionen in den regionalen Schienenverkehr verantwortlich. Resch sprach dagegen von „Zensur“. Die Bahn könne nicht mit Kritik umgehen. (dpa/sv)

 
Anzeige
 

Weitere Informationen

Kommentar verfassen

Regelmäßig werden online verfasste Kommentare in der VerkehrsRundschau veröffentlicht. Um sich für eine Veröffentlichung zu qualifizieren, geben Sie bitte Ihren vollen Namen und unter dem Kommentar Ihren Wohnort an. Herzlichen Dank!

 

10.07.2008Artikelinformationen

Social Networking
Bildnachweis
(Foto: ddp)

Beliebteste Meldungen

Beliebteste Galerien

Nachwuchsinitiative

Hallo Zukunft!

VerkehrsRundschau, Trucker und Gefahr/gut vermitteln zwischen Schülern, Lehrern und Unternehmen für eine Zukunft in der Logistik [Mehr Infos über Ausbildung in der Logistik]

Neueste Kommentare unserer Leser

  • 08.02.2012 | Recht + Geld
    Kaufland und Netto im Visier der Zollfahnder
    V 480 Truck meint: Lohndumping ist in der Transportbranche alltag. Da hat der Zoll noch viel zu tun[mehr…]
  • 08.02.2012 | Transport + Logistik
    Feldversuch: Ramsauer wirbt um Teilnehmer
    V480 Truck meint: Gigaliner,Die Hersteller und die Politik ziehen an einem Strang um den Umsatzsatz mit Neufahrzeugen...[mehr…]
  • 07.02.2012 | Transport + Logistik
    Feinstaubwerte 2011 trotz Umweltzonen gestiegen
    juergen diercks meint: So geht das aber nicht weiter. Es koennen doch Wetter und Hochdruck nicht einfach darueber hinweg...[mehr…]
  • 07.02.2012 | Transport + Logistik
    Feldversuch: Ramsauer wirbt um Teilnehmer
    Ludger Haack meint: Wir wollten an dem Feldversuch auch teilnehmen - durch die "Sturheit" diverser Bundesländer...[mehr…]
  • 06.02.2012 | Transport + Logistik
    Feldversuch: Ramsauer wirbt um Teilnehmer
    Rudolf Röhlich meint: Wir wollten an dem Feldversuch auch teilnehmen, weil wir auf manchen Relationen unpaarige WB abholen...[mehr…]

Twitter: vr_online

Der Twitter-Kanal der VerkehrsRundschau

vr_online auf Twitter abonnieren und unsere Redakteure halten Sie auf dem Laufenden - blitzschnell und kostenlos!
[Follow us!]

Fahrverbotskalender

Europäische Fahrverbote im Überblick

Unser Fahrverbotskalender gibt einen Überblick über die LKW-Fahrverbote in mehr als 25 europäischen Ländern. Der Kalender erscheint quartalsweise als Zugabe zur Printausgabe, er kann aber auch gesondert bezogen werden. Bestellen können Sie den Kalender außerhalb des Abos zum Preis von 9,80 Euro zzgl. Versand und Mehrwertsteuer unter 089/20 30 43 11 00 (Fax -2100) oder per Mail: vertriebsservice@springer.com.