Aktuelle Nachrichten

Autotransporter

Mercedes übernimmt ab März die höhere LKW-Maut (Bild: Arndt)

Politik & Verbände

Automobilspediteure fordern Hersteller zur Mautübernahme auf

Bonn. Fast zwei Monate nach der drastischen Erhöhung der LKW-Maut durch die Bundesregierung um bis zu 90 Prozent ist es den Fahrzeugspediteuren in Deutschland immer noch nicht gelungen, mit allen ihren Kunden zum Abschluss zu kommen. Nach Ansicht des Vorstands des Vereins Automobillogistik im Bundesverband Spedition und Logistik (AML), der zwölf deutsche Fertigfahrzeuglogistiker vertritt, ist dieses Verhalten nicht länger akzeptabel. Zumal es sich dabei nur um eine Minderheit der Produzenten handele. Mit Daimler hat ein wichtiger Hersteller diese Woche der Übernahme der Mautkosten zugestimmt. Dies begrüßen die AML-Mitglieder ausdrücklich.

„Mit den meisten unserer Kunden gibt es bezüglich der Weiterberechnung der erhöhten Mautkosten bereits konkrete Vereinbarungen. Ich sehe hier auch keinen Diskussionsbedarf, denn schließlich handelt es sich um eine staatliche Abgabe, die unsere Mitglieder vorzufinanzieren haben und die ebenso weiterzureichen ist, wie die Mehrwertsteuer“, sagte Konrad Lehner, Vorsitzender des AML. „Umso ärgerlicher ist es da, wenn nun bedeutende Hersteller wie Ford und der Volkswagen-Konzern auf Zeit spielen und sich gegen einen Abschluss der Mautverhandlungen sperren.“

Dieses Verhalten hält der Vereinsvorsitzende geradezu für unsolidarisch, denn die Mautbelastung falle auf die gesamte Wirtschaft zurück. „Eine Verweigerung der Maut gegenüber den Logistikdienstleistern ist nichts anderes als Trittbrettfahrertum auf Kosten anderer. Dass an einem Ausgleich der Maut kein Weg vorbeiführt, wissen die Hersteller selbst am besten, denn sonst sterben ihnen früher oder später die Dienstleister weg. Hier wäre in den konkreten Fällen etwas mehr ökonomische Voraussicht wünschenswert“, kritisiert Lehner.

Der AML wies in diesem Zusammenhang umgelegt auf das Einzelfahrzeug relativ niedrigen Kosten hin: Beim Transport auf der maximalen innerdeutschen Mautstrecke von Flensburg nach Garmisch-Patenkirchen und einem angenommenen Verkaufswert eines Neuwagens von 25.000 Euro würde sich dieser PKW bei kompletter Weiterberechnung der erhöhten LKW-Maut lediglich um 7,80 Euro – also 0,03 Prozent – verteuern, rechnete Lehner vor. (sb)

Anzeige
 

KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

Bisher noch keine Kommentare! Geben Sie doch den Ersten ab.

0 Leserbriefe
Aktuelles Heft
Titel VR 30/2010

Ausgabe 30/2010 der VerkehrsRundschau

Die aktuelle Ausgabe der VerkehrsRundschau. Infos und Inhaltsverzeichnis

Jubiläum

75 Jahre Verlag Heinrich Vogel

Mehr zur bewegten Geschichte des Verlags und den Anfängen der VerkehrsRundschau erfahren Sie

Die neue VerkehrsRundschau

Erweitern Sie Ihr Logistikwissen!

Jetzt die neue VerkehrsRundschau kostenlos testen!
Ab sofort: Mehr Rubriken, Mehr Wissen!

Twitter: vr_online
Twitter Vogel

Noch schneller informiert

Möchten Sie sofort wissen, wenn ein neuer Artikel erscheint? vr_online auf Twitter abonnieren!

Redaktions-Weblog
Andre Kranke

Der Kommentar der Woche

Im Redaktionsweblog nehmen wir wöchentlich zu aktuellen Themen der Branche Stellung. Blogger der Woche: Andre Kranke, stellvertretender Chefredakteur

Der Lasi Check
Logo

Eine neue Art der Aufklärung

Der neue Lasi Check ist ein kompakter und nutzwertiger Leitfaden, der die zentralen Fragen rund um das Thema Ladungssicherung klärt

Heftarchiv

Für Abonnenten
der Verkehrsrundschau

Aktuelle Lager-Angebote
Kooperationspartner
Timocom Logo

Frachtenbörse

TimoCom TC Truck&Cargo® - die Fracht- und Laderaumbörse hier kostenlos testen!