Wien. Austrian Airlines (AUA) ist im dritten Quartal 2009 noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Wie das Unternehmen, das vor zwei Monaten von der Lufthansa übernommen worden war, heute in Wien berichtete, belief sich der Verlust nach Steuern auf 75,7 Millionen Euro nach 16,4 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Der Umsatz sank um 20 Prozent auf 557,7 Millionen Euro. In den ersten neun Monaten 2009 machte die Airline hohe Verluste von 242,3 Millionen Euro, im Vorjahreszeitraum waren es 65,1 Millionen Euro. Der Umsatz fiel um rund 21 Prozent auf 1,49 Milliarden Euro. Insbesondere der Frachtsektor büßte stark Umsatz ein. Nach 106,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, erwirtschaftete die Lufthansa-Tochter in den ersten neun Monaten 2009 nur noch 66,4 Millionen Euro. Dies bedeutet einen Umsatzrückgang um 37,7 Prozent. Im Ergebnis seien als Sondereffekte Wertberichtigungen von Flugzeugen mit 76,1 Millionen Euro und eine Restrukturierungsvorsorge mit 115,5 Millionen Euro berücksichtigt. Der bereinigte operative Verlust (Ebit) habe sich in neun Monaten auf 64,4 Millionen Euro belaufen, „wobei sich im dritten Quartal eine Verbesserung abzeichnet“, hieß es. Der AUA-Vorstand zeigte sich vorsichtig optimistisch. „Unsere Maßnahmen beginnen zu greifen“, sagten die AUA- Chefs Peter Malanik und Andreas Bierwirth. „Wir dürfen uns aber nichts vormachen: Die Krise schlägt brutal durch.“ (dpa/sb)
Austrian Airlines mit drastischen Verlusten
Drittes Quartal: Knapp 76 Millionen Euro Verlust vor Steuern / Umsatz sinkt um 20 Prozent