Ausbau der Nord- und Ostseehäfen geplant

12.05.2009 12:55 Uhr
Nord-Ostsee-Kanal 290
Bund will den Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals mit 700 Millionen Euro unterstützen
© Foto: Arndt

Norddeutsche Regierungschefs und Bundesverkehrsminister wollen Hinterlandanbindungen zügig ausbauen

Hamburg. Die norddeutschen Regierungschefs und Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) wollen die Verkehrsanbindung der Nord- und Ostseehäfen zügig voranbringen. Nach einem Treffen mit den Ministerpräsidenten von Hamburg, Schleswig- Holstein, Bremen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern am Montag in Hamburg erklärte Tiefensee: „Die Seehäfen sind die Herzen unserer Küstenländer. Der Ausbau der Hinterlandanbindungen hat für mich weiter höchste Priorität.“ Das „Sofortprogramm Hinterlandverkehr Schiene“ mit einem Volumen von 255 Millionen Euro bis 2011 greife bereits. Insgesamt wolle Tiefensee die 19 wichtigsten Seehafen-Hinterlandanbindungen zügig vorantreiben. Von den Konjunkturprogrammen und zusätzlichen Mauteinnahmen profitierten unter anderem die Strecke Oldenburg-Wilhelmshaven mit dem Zugang zum neuen Jade-Weserport und die Planungen für die wichtige Y-Trasse, erklärte Tiefensee. Die Schnellstrecke soll Hannover mit Hamburg und Bremen verbinden. Auf den alten Strecken soll dann Platz frei werden für mehr Güterzüge. „Im Herbst wird ein Vertrag geschlossen, der weitere Planungen und Kosten für die Y-Trasse sichert“, sagte Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (CDU). Weiterhin habe der Bund seine Zusage bestätigt, den Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals mit 700 Millionen Euro zu unterstützen. Am Rande der Veranstaltung hieß es, dass sich Tiefensee auch sehr für die Hafenquerspange im Hamburger Hafen interessiert habe. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) machte sich bei dem Treffen für eine Schwerpunktfinanzierung zum Neubau der Autobahn 20 als Nordwest-Umfahrung von Hamburg durch den Bund stark. Die Mittel sollten über Sonderzuweisungen bereitgestellt werden. „Die Ostseeautobahn A 20 wurde über den Sonderfinanzierungsweg ‚Verkehrsprojekt Deutsche Einheit‘ in Mecklenburg-Vorpommern einschließlich der Anbindung an die A 1 bei Lübeck realisiert.“ Nun müsse auch die Fortsetzung der A 20 in Niedersachsen entsprechend beschleunigt werden, sagte Carstensen. (dpa)

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