Kiel/Hamburg. Die insolvente Kieler Lindenau-Werft hat drei weitere Reparaturaufträge erhalten. Die Bremer Reederei Carl Büttner lasse an drei Schiffen umfangreiche Arbeiten ausführen, teilte Lindenau mit. Zunächst werde der Motortanker „Aurelia“ so aufgerüstet, dass er künftig auch alle Biotreibstoffe sowie die meisten Chemikalien transportieren darf. Danach wird im Lindenau-Dock der vor zehn Jahren auf der Werft gebaute Motortanker „Libelle“ mit dem Einbau eines neuen Aggregats besser vor Explosionen geschützt. Gleiches soll im Herbst mit dem Schwesterschiff „Hornisse“ geschehen. Die Werft arbeitet derzeit noch an weiteren Reparaturaufträgen. Die Hamburger Sietas-Werft konnte zwei Neubauaufträge im Wert von 120 Millionen Euro an Land ziehen und kommt damit ein gutes Stück bei der Neuausrichtung des Unternehmens voran. Das Schifffahrtskontor Altes Land (SAL) lässt zwei Schwergutschiffe von jeweils knapp 160 Metern Länge in Hamburg- Neuenfelde bauen, teilte Sietas mit. Die Schiffskräne mit einer Hebekapazität von 2000 Tonnen werden in der zum Unternehmen gehörenden Neuenfelder Maschinenfabrik (NMF) gebaut. Die Sietas Gruppe betrachtet den Auftrag als einen wichtigen Beitrag zur Ausrichtung der Werft auf den industriellen Spezialschiffbau. (dpa/ag)
Aufträge für insolvente Werften
Angeschlagenen Werften Lindenau und Sietas erhalten neue Aufträge