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Alitalia will weiterfliegen

Wirtschaft & Logistik

Alitalia: Einigung mit vier Gewerkschaften

Rom. Für die insolvente italienische Fluggesellschaft Alitalia gibt es einen neuen Hoffnungsschimmer: Die vier größten von insgesamt neun Gewerkschaften einigten sich nach zähen Verhandlungen mit der Investorengruppe CAI auf ein Rahmenabkommen. Demnach sollen insgesamt 12 500 Mitarbeiter in die neue Alitalia übernommen werden, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Montag. Von 3000 bis 7000 Mitarbeitern will sich die Fluggesellschaft nach bisherigen Planungen trennen.

Nach der jetzt erzielten Einigung sollen 1550 Piloten, 3300 Flugbegleiter und 7650 Techniker, Arbeiter und andere Angestellte übernommen werden. Das Unternehmen hat derzeit etwa 20 000 Mitarbeiter. Arbeitsminister Maurizio Sacconi sprach nach der Einigung von einem „soliden Startpunkt für die Zukunft der Airline“. Die wichtigen Arbeitnehmervertretungen der Piloten und der Fluglotsen stimmten dem Plan allerdings noch nicht zu. Die CAI will jetzt mit ihnen weiter verhandeln. Ministerpräsident Silvio Berlusconi hatte am Samstag die Position der Gewerkschaften als „selbstmörderisch“ bezeichnet.

Mit der Einigung scheint zunächst auch die Gefahr gebannt, dass die Alitalia ihren Flugverkehr kurzfristig einstellen muss. Alitalias Insolvenzverwalter Augusto Fantozzi hatte am Wochenende mit der Warnung für Aufsehen gesorgt, die Airline müsse möglicherweise bereits am Montag die Flüge einstellen, weil sie kein Geld für Kerosin habe. Am Montag starteten nach Medienberichten bis zum Mittag alle Flugzeuge der Linie ohne größerer Verspätungen. Fantozzi hatte auch gedroht, in den nächsten Tagen mit Entlassungen zu beginnen. Die Airline verliert derzeit täglich etwa zwei Millionen Euro.

Der Rettungsplan sieht den Verkauf der profitablen Alitalia-Teile an die CAI vor. Die Investoren wollen zudem eine Milliarde Euro investieren. Mit Entlassungen, Lohn- und Urlaubskürzungen und einer kleineren Flotte soll die Fluglinie wieder auf Kurs gebracht werden. (dpa/ak)

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