Paris. Europas führender Luftfahrtkonzern Air France-KLM ist im Schlussquartal 2008 mit einer halben Milliarde Euro in die Verlustzone geflogen. Der Umsatz habe bei 5,97 Milliarden Euro stagniert, teilte Air France-KLM heute in Paris mit. Die Gewinnlage habe sich jedoch in Jahresfrist um 644 Millionen Euro verschlechtert und es sei ein Fehlbetrag von 505 Millionen Euro angefallen. Weil die Konjunktur sich weiter verschlechtert, senkt Air France-KLM seine Kapazitäten für den Sommerflugplan um zwei Prozent. Die Investitionen werden erneut um 1,2 Milliarden Euro gekürzt, davon 600 Millionen im laufenden Jahr. Außerdem wird die Preisabsicherung der Treibstoffeinkäufe angepasst. „Geschäft im dritten Geschäftsquartal spiegelt die Verschärfung der Wirtschaftskrise“, erklärte Air France-KLM. Der Frachtverkehr sei um 12,5 Prozent eingebrochen. Wegen des unerwarteten Rückgangs der Ölpreise hätten die Absicherungs-Geschäfte gegen Preissteigerungen kräftig auf die Erträge gedrückt. Für die ersten neun Monate des Ende März endenden Geschäftsjahres ergibt sich damit ein Fehlbetrag von 309 Millionen Euro. Der Umsatz stieg um drei Prozent auf 18,96 Milliarden Euro. Das Ergebnis aus dem laufenden Geschäft war mit 445 Millionen Euro positiv, obwohl im Schlussquartal ein Verlust von 194 Millionen Euro auflief. Für das gesamte Geschäftsjahr strebt Air France-KLM weiterhin ein positives Betriebsergebnis an. (dpa)
Air France-KLM fliegt eine halbe Milliarde Euro Verlust ein
Größte europäische Fluggesellschaft streicht Kapazitäten: Frachtverkehr bricht um 12,5 Prozent ein