01.09.2009 |

Aigner kritisiert Einschränkung von Postversand

Berlin/Bonn. Der umstrittene Sommer-Test der Deutschen Post mit Einschränkungen des Briefversands ist bei der Bundesregierung auf scharfe Kritik gestoßen. Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) warnte die Post am Montag vor weiteren derartigen Aktionen. "Die Post muss ihre Aufgaben sorgfältig erfüllen", sagte Aigner der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin. "Einsparungen dürfen nicht zulasten der Verbraucher gehen. Wer einen Brief aufgibt, muss sich darauf verlassen können, dass dieser auch pünktlich bearbeitet und zugestellt wird." Die Post hatte die Montagszustellung im Juli und August ausgedünnt.

Die Deutsche Post wandte sich gegen einen Testbericht über verspätete Briefzustellungen. Sie sei mit ihrer modernen Brieflogistik unverändert eines der schnellsten Postunternehmen weltweit, berichtete das Unternehmen in Bonn. Die Post bekräftigte frühere Erklärungen, dass von 100 Sendungen innerhalb Deutschlands 95 bei Einwurf vor der letzten Leerungszeit des jeweiligen Briefkastens am nächsten Werktag ihre Empfänger erreichten.

Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ hatte nach Tests mit Mitarbeitern berichtet, dass von 99 Sendungen nur 61 Prozent am nächsten Werktag angekommen seien. Das Ergebnis eines Laufzeittests mit 99 Briefen, wie von der Zeitung vorgenommen, sei angesichts von täglich 70 Millionen beförderten Sendungen nicht repräsentativ, teilte die Post mit. Der Test habe zudem während eines Sommer- Pilotversuchs mit Einschränkungen des Briefversands vor allem am Montag stattgefunden.

In den Sommermonaten Juli und August hatte die Deutsche Post testweise die Montags-Zustellung eingeschränkt. Damit wollte das Unternehmen Kosten sparen. Der Test soll noch ausgewertet werden. Das verbrauchernahe Postkundenforum hatte auf Beschwerden von Kunden verwiesen. (dpa)

 
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