Brüssel. Die EU-Kommission hat Belgien, Dänemark, Frankreich, Griechenland, Österreich, Rumänien, Slowakei und Ungarn wegen überhöhter Luftschadstoffe verwarnt. Bis 2005 mussten die Unionsländer rechtlich verankerte Feinstaubgrenzen für die von Dieselfahrzeugen mitverursachten gefährlichen PM-10-Partikel erreichen. Vorgeschrieben war ein Jahreslimit von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (μg/m3) sowie ein Tagesmaximum von 50 μg/m3, das höchstens 35 Mal im Jahr überschritten werden darf. Mehreren Staaten, die sich vergeblich um die Einhaltung der Normen bemüht haben, wurde eine Fristverlängerung bis Juni 2011 zugestanden. Den acht Umweltsündern konnte der Aufschub wegen mangelnder Anstrengungen nicht gewährt werden. Frankreich erhält zusätzlich nach einer ersten Abmahnung Mitte 2009 eine letzte Beschwerde wegen fehlender Kontrolle über die Einhaltung der Schwefeldioxidgrenzen. Die Kommission schätzt ein, dass Paris die Regeln ohne Extramaßnahmen bis 2012 nicht einhalten kann. Sie warnt, dass PM-10-Feinstaub Asthma, Herz-Kreislauf-Probleme und Lungenkrebs auslösen und die Lebenserwartung stark verringern könne. (dw)
Acht EU-Länder überschreiten Feinstaubgrenzen
Belgien, Dänemark, Frankreich, Griechenland, Österreich, Rumänien, Slowakei, Ungarn verursachen zu viel Luftschadstoffe